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Häufig gestellte Fragen zur Feuerwehr

Warum fahren so viele Feuerwehrfahrzeuge zum Einsatzort?

Die Anzahl der eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge richtet sich grundsätzlich nach der Alarmmeldung. Um keine wertvolle Zeit für Nachalarmierungen zu vergeuden, geht man immer erst einmal vom größten Ausmaß aus. Da sich der Umfang eines Einsatzes oft erst an der Einsatzstelle feststellen lässt, kann es sein, das mehr Einsatzfahrzeuge und -kräfte an der Einsatzstelle sind wie benötigt werden. Alle eventuell benötigten Fahrzeuge fahren die Einsatzstelle an, um im Bedarfsfall sofort eingesetzt werden zu können.

Was ist der Unterschied zwischen Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr?

In Deutschland ist gesetzlich festgelegt, dass Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern eine Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften betreiben müssen. Die Größe der Berufsfeuerwehr richtet sich nach der Anzahl der Einwohner der jeweiligen Stadt. Die Berufsfeuerwehr besteht aus hauptamtlichen Mitarbeitern, die im Schichtdienst eine Feuerwache ständig besetzen, auf Einsätze warten und allgemeine Aufgaben im Rahmen des Wachbetriebes ausüben (z.B. in der Schlauchwäsche, der Fahrzeugwartung oder in der Verwaltung). Das ist ihr Beruf, dafür werden sie bezahlt.

Eine Freiwillige Feuerwehr hat in der Regel nicht besetzte Feuerwehrhäuser und nach Eingang eines Notrufes werden über eine Leitstelle die zuständigen Feuerwehrleute alarmiert, egal wo sie sich gerade befinden, ob auf der Arbeit oder zu Hause und begeben sich zum Feuerwehrhaus. Dort besetzen sie dann die Fahrzeuge und rücken zum Einsatz aus. Auch hier müssen viele Arbeiten, wie z.B. in der Schlauchwäsche, der Fahrzeugwartung oder in der Verwaltung erledigt werden, was auch in der Regel durch Freiwillige passiert. Diese Feuerwehrleute bekommen dafür kein Geld.

Wann hat ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Bereitschaft oder Dienst?

So etwas wie eine Bereitschaft gibt es in einer Freiwilligen Feuerwehr nicht. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr haben 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag Dienst. Sobald ein Mitglied von einem Einsatz erfährt, ist es verpflichtet daran teilzunehmen. Es spielt hierbei keine Rolle wo sich die Einsatzkräfte gerade befinden: Ob auf der Arbeit, im nächtlichen Schlaf, bei der Gartenarbeit oder beim Einkaufen.

Wie werden die Einsatzkräfte über einen Einsatz informiert?

Alle Einsatzkräfte der Feuerwehr sind mit Funkmeldeempfängern ausgestattet. Das sind kleine Geräte die von der Leitstelle alarmiert werden können. Der Melder signalisiert mittels eines akustischen Signals und Vibration einen Alarm. Zusätzlich wird die Feuerwehr Kelsterbach bei Einsätzen bei den Menschenleben in Gefahr sind oder deren Ausmaß besonders groß ist auch über die Sirene alarmiert. Hierbei heult die Sirene dreimal nacheinander auf.

Warum kommt es einem so lange vor, bis die Feuerwehr endlich an der Einsatzstelle eintrifft? Was passiert, wenn ich die Feuerwehr rufe?

Der abgesetzte Notruf wird in der Leitstelle für den Kreis Groß-Gerau in Groß-Gerau entgegen genommen. Da wir eine Freiwillige Feuerwehr sind, ist unser Feuerwehrhaus nicht ständig besetzt. Nach der Alarmierung durch die Leitstelle kommt der Feuerwehrangehörige von Zuhause, aus dem Bett, von der Arbeit oder auch vom Einkaufen und muss sich erst so schnell es geht zum Feuerwehrhaus begeben. Da er aber kein Wegerecht hat, also dass z. B. andere Verkehrsteilnehmer ihm Vorfahrt gewähren müssen, muss er sich an die geltenden Vorschriften halten. Vom Feuerwehrhaus wird dann gemeinsam mit Feuerwehrfahrzeugen die Einsatzstelle angefahren. Trotz alle dem dauert es selten länger als 10 Minuten, bis das erste Fahrzeug an der Einsatzstelle eintrifft. Leider kommt es einem wesentlich länger vor, wenn man händeringend auf Hilfe wartet.

Warum muss auch nachts das Martinshorn sein? Es schlafen doch alle!

Die meisten Feuerwehrleute verstehen solche Reaktionen, sind aber gesetzlich dazu verpflichtet, das Martinshorn und Blaulicht einzuschalten. Der Gesetzgeber schreibt vor Blaulicht und Martinshorn zu benutzen und zwar von Fahrtanfang bis Fahrtende. Nur mit eingeschaltetem Martinshorn und Blaulicht darf die Feuerwehr Sonder- und Wegerechte in Anspruch nehmen, um so sicher und zügig zum Einsatzort zu gelangen und dort Hilfe leisten kann. Nur so haben die Verkehrsteilnehmer die Möglichkeit auf die "Gefahr" zu reagieren und unfallfrei den Weg freizumachen ? und zwar am Tag und in der Nacht!

Warum arbeitet oft nur ein Teil der Feuerwehrleute und nicht alle?

Je nach Art des Einsatzes braucht man manchmal gerade in der Anfangsphase eines Einsatzes eine große Anzahl an Einsatzkräften. So muss die Einsatzstelle gesichert werden, Gerätschaften in Stellung gebracht und Schlauchleitungen verlegt werden. In der Endphase, wenn es um Rückbau- und Aufräumarbeiten geht, werden ebenfalls wieder alle Einsatzkräfte benötigt. Außerdem hat jeder Platz auf dem Fahrzeug eine bestimmte Aufgabe und die Einsatzkräfte werden nur entsprechend ihrer "vorgegebenen" Aufgabe eingesetzt. Gibt es für ein Fahrzeug also keinen Auftrag, verbleiben die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle in Bereitschaft.

Wie erlebt es ein Feuerwehrmann, wenn er ins Feuer geht?

Die Ausrüstung eines Feuerwehrmannes der "ins Feuer geht" wiegt ca. 30 kg. In einem Innenangriff kann er sich oft nur kriechend fortbewegen, weil die Sicht durch Brandrauch extrem eingeschränkt ist, was im Klartext heißt, das man im wahrsten Sinne des Wortes die Hand nicht vor Augen sieht. Deshalb kann sich der Feuerwehrmann seine Umgebung nur noch durch die übrigen Sinne vorstellen. Seinen Weg, z.B. durch eine unbekannte Wohnung, kann er sich nur ertasten. Des Weiteren muss er einen mit Wasser gefüllten Schlauch hinter sich her ziehen. Die Feuerschutzkleidung, die übrigens auch im Hochsommer zu tragen ist und vor übermäßiger Wärmeeinwirkung schützen soll, ist so ausgelegt, dass man selbst bei Minustemperaturen und leichter Tätigkeit ins schwitzen kommen kann. Dazu kommt, dass gerade bei Zimmerbränden in Bodennähe Temperaturen bis 200º C durchaus realistisch sind.

Hat ein Feuerwehrmann Angst?

Sicherlich hat ein Feuerwehrmann auch Angst. Die Angst darf allerdings nicht soweit gehen, dass sich daraus eine Panik (Fehlverhalten) ergibt. Der Feuerwehrmann wird auf Extremsituationen geschult. Er muss wissen, was er im Gefahrenfalle zu tun hat. Da die Einsatzsituationen eines Feuerwehrmannes jedoch unendlich sind, kann eine umfassende Schulung auf alle Situationen nicht erfolgen. Deshalb muss der Feuerwehrangehörige immer die Grundregeln beherrschen, damit er auch im Extremfall sich und Andere retten kann.

Warum dauert die Personenrettung aus einem verunfallten PKW so lange?

Bei solchen Einsätzen bilden die Feuerwehr und der Rettungsdienst ein Team. Um das Unfallopfer nicht noch mehr zu schädigen steht dabei eine verletztenorientierte Rettung im Vordergrund. Sogenannte "Crash Rettungen", also das schnelle Herausholen einer verletzten Person ohne besondere Rücksicht auf den Verletzten, kommen heute nur noch in Notfällen (z.B. wenn das verunfallte Fahrzeug brennt) vor.

Warum blockiert die Feuerwehr meist die ganze Straße oder alle Fahrspuren?

Die Sperrung der Straße ist ein Schutz für die Feuerwehleute vor dem fließenden Verkehr. Im Einsatz müssen Feuerwehrleute auf alles möglich achten. Wenn gewährleistet ist das der Verkehr ruht können sich die Einsatzkräfte gefahrloser bewegen und so zügig die Gerätschaften aus dem Feuerwehrfahrzeug entnehmen. Außerdem brauchen einige Feuerwehrfahrzeuge auch in der Breite mehr Platz um arbeiten zu können, z.B. die Drehleiter. Generell regelt nicht die Feuerwehr den Verkehr, dies ist Aufgabe der Polizei, die Feuerwehr sichert lediglich ihren Einsatzraum.

Muss der Anrufer den Feuerwehreinsatz bezahlen?

Wird der Notruf in gutem Glauben abgesetzt, es ist jedoch kein Einsatz nötig, trägt die entstandenen Kosten die Stadt Kelsterbach. Bei einer absichtlichen Fehlalarmierung ist der Einsatz gemäß dem Gebührenverzeichnis der Stadt Kelsterbach zu bezahlen. Außerdem gilt: Menschenrettungen sind immer kostenfrei. Brandeinsätze sind kostenfrei, es sei denn der vorsätzliche Brandstifter wird ermittelt. Hilfeleistungen wie z.B. Keller auspumpen oder das Absägen von Bäumen und Ästen nach Unwettern sind kostenpflichtig. Diese werden jedoch in der Regel, bei entsprechendem Versicherungsschutz, von den Versicherungen übernommen.

Wie kann ich bei der Feuerwehr mitmachen?

Für den aktiven Dienst in der Einsatzabteilung musst du mindestens 17 Jahre alt, gesundheitlich fit, teamfähig sein und in Kelsterbach wohnen oder arbeiten.

Für Jugendliche von 10 bis 17 Jahren gibt es in Kelsterbach die Jugendfeuerwehr.

Außerdem besteht für Jeden die Möglichkeit, uns über den Förderverein zu unterstützen.

Sie haben Interesse an der Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr Kelsterbach?

Besuchen Sie uns doch an einem Mittwochabend ab 19.00 Uhr im Feuerwehrhaus im Langen Kornweg 15 und lernen Sie uns näher kennen.

Die Jugendfeuerwehr Kelsterbach trifft sich jeden Mittwoch um 17.00 Uhr ebenfalls im Feuerwehrhaus im Langen Kornweg 15. Vorbeischauen lohnt sich.

 

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