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Kreis Groß-Gerau führt Warnsystem KATWARN ein

Der Kreis-Groß-Gerau hat im Mai 2014 das kommunale Warn- und- Informationssystem KATWARN gestartet. Alle angemeldeten Bürgerinnen und Bürger erhalten damit ab sofort in Gefahrensituationen kostenlosbehördliche Warninformationen und Verhaltenshinweise direkt auf ihr Mobiltelefon oder per E-Mail. Entwickelt wurde KATWARN vom Fraunhofer-Institut FOKUS, die Bereitstellung der technischen Plattform übernimmt die SV SparkassenVersicherung.

In Gefahrensituationen wie Großbränden, Hochwasser oder Industrieunfällen ist im Kreis Groß-Gerau mit der heutigen Inbetriebnahme des Warn- und Informationssystems KATWARN in Zukunft für ein Stück mehr Sicherheit gesorgt. Zusätzlich zu den etablierten Warnungen durch Polizei, Feuerwehr sowie Medien erhalten die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises über das System per Smartphone-App (iPhone und Android- Smartphones) postleitzahlgenaue Warnungen und Verhaltenshinweise. Zudem übermittelt die KATWARN-App deutschlandweit Warnungen zu „extremen Unwettern“ des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Die Anmeldung für das System ist freiwillig und kostenfrei. Bürgerinnen und Bürger, die kein Smartphone besitzen, können KATWARN auch als SMS-/E- Mail-Service abonnieren.

„Das KATWARN-System ist ein weiterer wichtiger Beitrag, um unsere Bevölkerung im Katastrophenfall bestmöglich informieren und warnen zu können“, erklärt Landrat Thomas Will. Ein Warnhinweis kann zum Beispiel lauten: „Großbrand – Warnung des Kreises Groß-Gerau, gültig ab sofort, für PLZ 64521, Türen und Fenster geschlossen halten.“

Das System wird von der Zentralen Leitstelle des Kreises Groß- Gerau koordiniert. Die Kosten für die Einführung und den Betrieb trägt der Landkreis, die technische Plattform stellt die SV SparkassenVersicherung als Beitrag für das Gemeinwohl zur Verfügung. Dr. Stefan Korbach, Mitglied des Vorstandes der SV: „Als regional verwurzeltem Unternehmen liegen uns die Menschen im Land und ihre Sicherheit besonders am Herzen. Mit KATWARN können wir helfen, mit modernstem technologischen Know-how aktuell drohende Gefahren, Schäden und möglicherweise auch Leid zu reduzieren.“

KATWARN wurde von den Forschern des Fraunhofer-Instituts FOKUS entwickelt und ist bereits an verschiedenen Orten in Deutschland im Einsatz, zum Beispiel im Landkreis Aschaffenburg oder auch in Großstädten wie Hamburg und Berlin. „Fraunhofer FOKUS steht für angewandte Forschung für die ‚smart cities’ – die ‚schlauen Städte’ – von morgen. KATWARN ist dafür ein erfolgreiches Beispiel, denn es nutzt moderne Technologie und bringt den Menschen einen spürbaren Nutzen“, so Fraunhofer-Mitarbeiter Ortwin Neuschwander.

Weitere-Informationen unter: www.katwarn.de und in diesem Flyer.

So kann man KATWARN nutzen:

Die KATWARN-App gibt es kostenlos für iPhones (ab iOS 5) und Android-Smartphones (ab Version 2.3.3). Innerhalb der KATWARN versorgten Landkreise und kreisfreien Städte bietet die App ortsbasierte Warnungen und Verhaltenshinweise zum aktuellen Standort und zusätzlich zu zwei frei wählbaren „Postleitzahlgebieten“. Diese Auswahl kann zu jeder Zeit aufgehoben, angepasst und bei Bedarf ausgeschaltet werden. Zusätzlich werden deutschlandweit Warnungen zu „extremen Unwettern“ (Kategorie lila – höchste Stufe) vom Deutschen Wetterdienst (DWD) ausgegeben.

Alternativ per SMS und optional E-Mail

KATWARN-Warnungen für eine registrierte Postleitzahl innerhalb der KATWARN versorgten Landkreise und kreisfreien Städte, keine Unwetterwarnungen des DWD. SMS-Anmeldung an die Service-Nummer 0163-755 88 42:

  • für Warnungen per SMS: „KATWARN 12345“ (Postleitzahlengebiet 12345)
  • für Warnungen per SMS und E-Mail: „KATWARN 12345 hans.mustermann@mail.de“ (Postleitzahlengebiet 12345)
  • Abmeldung: „KATWARN AUS“

Außer den üblichen SMS-Gebühren des Mobilfunkanbieters für die einmalige SMS-Anmeldung – bzw. Um- oder Abmeldung – ist der Warndienst kostenfrei.

Wichtig:

  • Es werden nur Postleitzahlen innerhalb der aktiven KATWARN-Gebiete berücksichtigt. (Übersicht unter www.katwarn.de ). Außerhalb dieser Gebiete versendet KATWARN keine Warnungen.
  • KATWARN ersetzt nicht die lokalen Anweisungen von Behörden, Polizei oder Einsatzkräften, sondern ergänzt diese nur. Ihnen ist weiterhin unbedingt Folge zu leisten.

 

Quelle: Pressemitteilung Kreis Groß-Gerau vom 23.05.2014, Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau, Fachdienst Gefahrenabwehr, www.gg112.de